Optimierung ist etwas Schönes...

 

...zumindest dachte ich das lange.

 

Besser planen. Effizienter arbeiten. Zeit „gewinnen“.

 

Und mit einmal habe ich gemerkt:

 

Irgendwann entsteht dabei kein Raum mehr – sondern Druck.

 

Bei meiner Arbeit als Coach nehme ich genau dieses Muster sehr oft wahr:

  • Menschen, die super organisiert sind
  • die alles überblicken
  • nach ToDo Listen abarbeiten
  • strukturiert Tages- und Arbeitsabläufe haben 

sich innerlich trotzdem oder gerade deshalb getrieben, leer und ausgebrannt fühlen!

 

Denn wer ständig optimiert, ist selten im HIER und JETZT!

 

Der Blick und die Gedanken sind immer schon voraus:

Was fehlt noch? Was geht schneller? Was kann ich verbessern? 

 

Unser Körper- und Nervensystem lebt aber genau nicht  in To-do-Listen.

 

Unser Körper und Nervensystem orientiert sich am gegenwärtigen Moment.

 

Wenn der Fokus dauerhaft in der Zukunft und auf das Erledigen unsere ToDo Listen liegt,

entsteht im Inneren eine feine, anfänglich oft unbemerkte Anspannung.

 

Über die Zeit zeigt sie sich als innere Unruhe, Erschöpfung oder als Gefühl, nie wirklich anzukommen.

Das immer noch etwas zu erledigen oder zu optimieren ist.

 

So sind und bleiben wir immer in diesem Modus oder dem Gefühl, das noch etwas fehlt, es nicht genug ist 

und es immer noch etwas zu erledigen ist. 

 

Ein Teil meiner Arbeit besteht genau darin,

Menschen wieder in den Kontakt mit ihrem inneren Erleben und der inneren Wahrnehmung zu bringen, 

 

Sich selber ein: "Was brauche ich jetzt gerade?" zu erlauben.

 

Sicherlich darf sich manches entwickeln.

Aber nicht alles muss ständig optimiert werden.

 

Es sollte weniger um Effizienz gehen

sondern mehr um unsere eigene Verkörperung.

Weniger um Zeitgewinn

sondern mehr um unsere eigene, innere Präsenz.

 

Nicht alles, was schneller ist, fühlt sich freier an.

Und nicht alles, was langsamer ist, ist Stillstand.

 

Was wäre, wenn „genug“ manchmal wirklich genug ist?

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0